Eine oberirdische Rosselen Aufstiegsstraße ist für die Stadtplaner keine Option mehr! Keine Umgehungsstraße in Ortsrandlage

Zum Thema Verkehr und FNP hat am 21. März 2017 bei der Bürgerversammlung der stellv. Amtsleiter des Stadtplanungsamtes und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung Herr Ratzer, die aktuellen Überlegungen und Planungen zur Lösung des Oberesslinger Verkehrsprobleme vorgetragen. Damit ergänzte er seinen Sachvortrag aus der Vorstellung des Vorentwurfs zum FNP am 16. März 2017 im Neckarforum.

Die im alten FNP von 1984 dargestellte Straße, die weiter oben an der letzten Kehre der L1150 an der Schorndorfer Straße angedacht war, wäre verkehrlich nicht wirksam – entsprechende Simulationen hatten das gezeigt – und wurde deshalb aus dem Vorentwurf des neuen FNP herausgenommen.

Der Trassenkorridor, im Plan als schraffierte Fläche dargestellt, dient als Auftrag des Gemeinderates an die Stadtplaner sich Gedanken zu einer Lösung für den Verkehr durch Oberesslingen zu machen. Er stellt in seiner Darstellung im Plan keine feste oder eindeutige Lage dar. Vielmehr beginnt jetzt die technische Prüfung und sachliche Auseinandersetzung mit den Fakten, vergleichbar den Gebietssteckbriefen der potentiellen Baugebiete.

Der neue Ansatz einer Verkehrsentlastung startet jetzt gegenüber der Hegensberger Straße, im Vorentwurf des FNP als Dreieck dargestellt, kann auf Grund seiner topographischen Lage – man liegt dort schon deutlich tiefer – in seiner Lösung nur ein Tunnel sein. Denn dort könnten lt. Simulation zwei Drittel des Verkehrs auf der Schorndorfer Straße eingesammelt werden.

Hr. Ratzer hat bei der Bürgerversammlung nochmals ganz deutlich darauf hingewiesen, da es hier immer wieder zu großem Unmut gekommen ist, dass „Niemand auf Seiten der Stadt Esslingen hat vor hier in Oberesslingen eine Umgehungsstraße in Ortsrandlage zu bauen.“

Diese eindeutige Aussage begrüßen wir als Initiative Schützt-die-Rosselen für ganz Oberesslingen und freuen uns auf die weiteren Gespräche mit dem Stadtplanungsamt.
Die weitere Verkehrsplanung im FNP-Prozess wollen wir konstruktiv und kompetent begleiten, denn die Anbindung eines Tunnels an der alten Heusteige in Zell ist ja noch nicht gelöst und die örtlichen Gegebenheiten wie z.B. die zahlreichen Geothermieanlagen, das Hangschichtenwasser und die Lage von Lüftungsbauwerken in der Frischluftschneise sind noch zu klären.
Wir wünschen uns aber, dass die Tunnellösung auch auf Höhe des THG und des VfB-OES zum Tragen kommt, da auch Schüler, Lehrer und Sportler ein Recht auf Schutz vor Lärm und Abgasen haben.

Sprecher der Initiative